Wie können der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) verbessert und die bessere Einbindung des Ostkreises gewährleistet werden? Diese und weitere Fragen diskutierten die Mitglieder der beiden JU-Kreisverbände rege bei ihrem zweiten Verkehrsforum über eine künftige Verkehrspolitik zwischen Stadt und Landkreis.

Derzeit sind die meisten Kommunen im Osten des Landkreises Darmstadt-Dieburg nur mit einem Bus zu erreichen. Perspektivisch sehen die JU-Kreisverbände die Möglichkeit auch diesen Bereich mit Schienen an Darmstadt anzuschließen und damit die Attraktivität des ÖPNV zu steigern.

„Wir können uns zwei mögliche Konzepte vorstellen, den ÖPNV über Schienen an die Darmstädter Innenstadt anzuschließen. Zum einen könnte dies über eine Stadt-Land-Bahn und zum anderen durch den Ausbau der Straßenbahn ermöglicht werden“, so die beiden JU-Kreisvorsitzenden Kevin Kunkel (Darmstadt) und Nils Zeißler (Darmstadt-Dieburg). Ein erster Schritt zur Verbesserung dieser Strukturen sollte es aus Sicht der jungen Christdemokraten sein, die Gemeinden Roßdorf und Groß-Zimmern besser an Darmstadt anzuschließen.

„Für eine Stadt-Land-Bahn spricht das Vorhandensein der Bahngleise zwischen dem Darmstädter Ostbahnhof und Groß-Zimmern“, erläutert Zeißler.

Darmstadts Junge Union sieht eine hohe Attraktivität im Ausbau der Darmstädter Straßenbahn bis Groß-Zimmern. „Mit der Straßenbahn können Bürgerinnen und Bürger aus dem Ostkreis, ohne Umsteigen, die Darmstädter Innenstadt und den Hauptbahnhof erreichen“, so Kunkel.

All diese Maßnahmen sollen nach Auffassung der Jungen Union mit dem Ausbau von P+R-Flächen im vorderstädtischen Bereich sowie dem Ausbau von Car- und Bikesharing Angeboten in der Stadt ergänzt werden.

„Den Pendlerinnen und Pendlern wird mit dem Ausbau des schienengebundenen ÖPNV und der P+R Flächen im vorderstädtischen Bereich ein attraktives Angebot gemacht, vom Auto auf die Bahn oder das Rad umzusteigen“, so die beiden Vorsitzenden.

Der Busverkehr bleibt aber trotzdem eine wichtige Säule des ÖPNV v.a. im Landkreis. „Wir halten, auch wenn es in näherer Zukunft einen Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs gibt, am attraktiven Expressbuslinienangebot fest“, so Nils Zeißler. Mit Blick auf den bestehenden Busverkehr regen die jungen Christdemokraten die Busunternehmen und den Nahverkehrsbetrieb HEAG mobilo dazu an, Alternativen zu den bestehenden Dieselbusflotten zu prüfen – z.B. durch die Anschaffung von Wasserstoffbussen.

Ein wichtiges Ziel neben dem Ausbau des ÖPNV sollte die Stärkung des Radverkehrs sein. „Aus unserer Sicht, müssen, bevor wir über den Ausbau des Radwegenetzes innerhalb der Stadt sprechen, die bestehenden Radwege instandgesetzt werden“, unterstreicht Kunkel.

Neben dem Ausbau von ÖPNV und Radverkehr machten sich die JUler auch Gedanken darüber, wie es mit dem Individualverkehr, vor allem innerhalb Darmstadts, weitergehen könnte. Wie kann der Verkehr fließender, und in Folge dessen auch umweltschonender gestaltet werden? Als mögliche Konzepte werden hier ein intelligentes Parkleitsystem und intelligente Ampelanlagen gesehen. Dadurch können unnötige Wege und die vielen Anfahrten an Ampeln minimiert werden, was wiederum dazu führt, die Schadstoffemissionen innerhalb der Stadt zu senken.

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